USB-Sticks, CD-R, eSATA-Platten – alles was es an mobilen Medien gibt, darf ab sofort nicht mehr im Umfeld des SIPRNET, dem gesicherten Netzwerk der Streitkräfte genutzt werden – das berichtet das DangerRoom-Blog von Wired.
“Aufklärung durch Kommunikationsüberwachung” klingt gut, wir sind ja eine aufgeklärte Gesellschaft. Nachrichtendienstlich bedeutet Aufklärung aber nichts anderes als Informationsgewinnung – und das nicht nur nm politischen und militärischen Bereichen, auch Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen sind zunehmend Ziel der Spionage.
Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz richten sich die Begehrlichkeiten der Nachrichtendienste aber „nicht nur auf Großkonzerne, sondern auch auf eine Vielzahl innovativer klein- und mittelständischer Unternehmen“:
E-Mail dürfte inzwischen, sowohl im Privaten wie im Geschäftlichen, das am Häufigsten genutzte Kommunikationsmedium sein. Gleichzeitig ist es eines der unsichersten, da neben der Übermittlung aktiver Inhalte auch die Identität des Absenders leicht verfälscht und die wahre Herkunft der E-Mail verschleiert werden kann.
Dieser Umstand des 1982 in RFC 821[1] spezifizierten Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) sind lange bekannt und wurden in der Aktualisierung RFC 2821[2] wie folgt festgehalten:
Häufig lauert die Gefahr direkt im eigenen Hause. Personen oder Firmenangehörige, die direkt (z.B. Sachbearbeiter, Mitarbeiter aus Joint Ventures) oder indirekt (z.B. Handwerker, Reinigungskräfte) erlaubten Umgang mit Daten haben, können die Informationssicherheit bedrohen. Hierbei ist zwischen vorsätzlichem und leichtfertigem Handeln zu unterscheiden.
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